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Soziale Gleichheit – ein Ideal in Deutschland

Übliches Durchstöbern im Freitagsabendnetz und ein interessanter Gedanke an Ideale:

Soziale Gerechtigkeit wird von vielen gewünscht, von manchen als ein Ideal gesetzt und verfolgt, von anderen ausgelacht als ein Ding der Unmöglichkeit.

Da es so viel  Polarisierung gerade hinsichtlich dieses Ideals gibt, forscht die Wissenschaft fleißig und differenziert den Begriff soziale Gerechtigkeit in viele verschiedene Facetten, z.B. Einkommensverteilung zwischen Frauen und Männern in Deutschland. Das Thema gehört auch dazu. Es wird in den Medien letzte Zeit so oft penetriert, dass oft das Gefühl entsteht: „es muss doch schon irgendwas passieren!“. Man hat den Eindruck, dass es bereits besser geworden ist, und wahrscheinlich wird es besser. Vor ein paar Jahren hörte ich von einer Kluft i.H.v. ca. 25%, heute lese ich auf destatis-Seite: „21%“: https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2016/03/PD16_097_621.html;jsessionid=C2539F22AC858356A9D9F84EBA48863F.cae4

Nun ist es – trotz eines noch vorliegenden Unterschieds – eigentlich eine gute Nachricht für Frauen in Deutschland. Interessant finde ich dabei zwei Sachen:

zum einen basiert das Streben nach dieser Art der sozialen Gerechtigkeit – nach gerechter Einkommensverteilung zwischen Frauen und Männern in Deutschland – auch auf Idealen. Menschen glauben, dass es diese Gerechtigkeit geben muss. Sie tun etwas dafür. Und sieh: es entsteht mit der Zeit eine gewünschte Gerechtigkeit.

Zum anderen finde ich – reine Selbstbeobachtung – es interessant, dass es mich als Mann für die Frauen aufrichtig freut. Es muss doch auch etwas mit Idealen zu tun haben. Denn rein egoistisch wäre es nicht mal in meinem Sinne. Doch ich finde es gut.

Ideal der gemeinsamen Menschenrechte

Gerade habe ich mir mal wieder die Präambel der Menschenrechte durchgelesen. Übrigens: kann unter http://www.amnesty.de/alle-30-artikel-der-allgemeinen-erklaerung-der-menschenrechte#prambel gefunden werden.

Ich fand es höchst interessant, dass die Entscheidungen, die politisch und medial auch heute noch – und das Gott sei Dank – unglaubliche Wirkung haben, eben idealistisch motiviert sind! Natürlich nicht nur, und es ist tatsächlich schwer, klare Grenze zwischen reinem Idealismus und einem nüchternen Pragmatismus zu ziehen.

Die interessanten Stellen in der Präambel sind m.E.

Da die Anerkennung der angeborenen Würde und der gleichen und unveräußerlichen Rechte aller Mitglieder der Gemeinschaft der Menschen die Grundlage von Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden in der Welt“,

da die Völker der Vereinten Nationen in der Charta ihren Glauben an die grundlegenden Men-schenrechte, an die Würde und den Wert der menschlichen Person und an die Gleichberechti-gung von Mann und Frau“

und

diese Allgemeine Erklärung der Menschenrechte als das von allen Völkern und Nationen zu erreichende gemeinsame Ideal“.

Die Menschenrechte sind ein seriöses Werk. Diejenigen, die ihren Anspruch auf diese Rechte – egal in welchem Teil dieser Welt – durchsetzen mussten, wissen es am besten. Solche Menschen sind Zeuginnen und Zeugen dessen, wie entscheidend dieses Werk für einzelne Menschen und sogar Gesellschaften sein kann.

Interessant wäre in diesem Kontext vielleicht mal ein Gespräch mit einem negierenden Buddhist, der auf Grund von seinem Glauben sagen würde, dass es nicht nur die Menschenrechte, sondern auch alles Andere nicht gibt:)

Aber auch wenn, würde sich m.E. eine regelmäßige – immer wieder aufs Neu – Erschaffung der Menschenrechte lohnen. Die bewusste Anerkennung, der Glaube und das Bekenntnis zu „grundlegenden Menschenrechte[n], [der] Würde und [dem] Wert der menschlichen Person und [der] Gleichberechtigung von Mann und Frau“ würden sich lohnen.

Ein erstes Mal Gute Tageszeit! Oder: Warum dieser Blog…

Ein erstes Mal Gute Tageszeit!

Dieser Blog erblickt die Welt aus folgendem Anlass: Heutige Zeiten zwingen Idealistinnen und Idealisten nicht selten in die Knien vor der Realität des Lebens. Diese ist jedoch von uns Menschen mitgestaltet. Wir machen sie zu dem, was sie ist. Hier und Jetzt.

Als das Gegenpol zum Idealismus wird im Rahmen dieses Blogs nicht etwa der Materialismus, sondern eher der (bis in das Extreme überspitzte) Pragmatismus gesehen. Der Grad an Pragmatismus, der die Menschen einerseits flexibel wie Wasser sein lässt, und aber andererseits jegliche Werte und Glaubenssätze dermaßen relativiert, dass die betroffenen Menschen zwangsläufig an keine Idealen mehr glauben, sondern sich einfach an die Gegebenheiten anpassen. Manche finden dabei einen Sinn, manche nicht…

Diese Entwicklung hat ihren Platz in der heutigen Weltgesellschaft und genießt ein gewaltiges Ansehen – so ist die Erfahrung vieler Zeitgenossen. Es wird hier nicht beurteilt, in welchem Fall eine solche gut und wann eher schlecht ist.

Es wird in diesem Blog eher das Gegenpol dieser Entwicklung als Richtwert genommen und angestrebt.

Das Ziel dieses Blogs ist, über Menschen, Projekte, Pläne, Visionen, Geschehnisse, etc. zu schreiben, die von einem Ideal angeleitet sind. Die Vision für diesen Blog stellt eine Art Pool dar – ein Pool mit Informationen für Idealistinnen und Idealisten – als eine Quelle der Begeisterung. Ein Pool, das die Leserinnen und Leser regelmäßig, vielschichtig und unabhängig darüber informiert, wie viel (idealerweise Gutes) in dieser Welt von Ideen initiiert, geleitet und mit ihrer Hilfe realisiert wird.

Beispiele für solche Beiträge sind denkbar viele: Eine lokale Menschenrechtsorganisation verteidigt ein Flüchtlingskind vor rassistischen Angriffen. Ein Social Enterpreneur spendet 5% seines Jahresgewinns einer Entwicklungshilfeorganisation in Afrika, ohne sein Logo auf ihren Veranstaltungen platzieren zu wollen. Studenten verbringen eine Woche im Hungerstreik vor der XY-Botschaft, um die entsprechende Regierung zur Beendigung eines militärischen Konflikts zu bewegen.

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