Flüchtlingsthema – Fortsetzung

Etwas gedauert, aber hier bin ich wieder. 

Das Thema „Flüchtlingen helfen“ scheint so ein bisschen im Sande zu verlaufen. Und ich muss sagen, nach mehreren Gesprächen bekomme ich den Eindruck, dass das Thema auch nicht ganz ohne ist. Ich möchte hier keine „Verschwörungstheorien“ verbreiten – die gibt es eh zu viele, aber man bekommt schon den Eindruck, dass das Thema Flüchtlinge in Deutschland nicht nur in den Medien kompliziert ist.

Natürlich ergibt auch eine oberflächliche Google-Recherche (wie im vorletzten Beitrag dargelegt) manche Namen von teilweise sehr aktiven Organisationen, die für Flüchtlinge beispielsweise in München viel machen: Online-Geldspenden, Container für Altkleider, Sammelstellen für Sachspenden, Unterstützung mittels Sprach- und Integrationskurse (Deutsch müssen die Flüchtlinge tatsächlich lernen – egal, welche politische Ausrichtung man zu pflegen mag, solange die Flüchtlinge hierzulande sind, ist es nun mal sinnvoll, dass sie sich mit der Umwelt auch verständigen können), et cetera.

Wohnungsanlagen werden den Flüchtlingen auch zur Verfügung gestellt. Leute kümmern sich wohl wahrscheinlich um die Verpflegung und Ernährung, denn sonst würden sich Meldungen zu unmenschlicher Behandlung schon häufen – hoffe ich. Es gibt auch andere interessante Projekte, über die man erfährt, wie zum Beispiel die von „buntkicktgut“ (siehe den letzten Beitrag hier im Blog).

Also es wird nicht wenig getan. Auch wenn man durch die Massenmedien schon eher mit dem Eindruck zurückbleibt, dass man immer noch diskutiert, ob Flüchtlinge in Deutschland zu haben, gut oder schlecht ist – auch wenn sie längst da sitzen und die ganze Debatte mit beobachten. In sozialen Medien bekommt man zum Thema wesentlich mehr mit – wenn man sich nicht gerade mit anderen Themen und Contents zudeckt.

Allerdings bleibt das Thema – wie gesagt – nicht ohne. Wahrscheinlich vor allen Dingen, weil viele sich politisch noch unsicher fühlen. Man weiß quasi nicht, was zukünftig kommt. Des weiteren ist hierzulande doch eine lebendige (und gelebte) Demokratie gegeben – ein Segen, den man schätzen und schützen muss. Die Demokratie beinhaltet unter anderem ein politisches System, in dem sowohl Regierungsparteien als auch Opposition ernst zu nehmen sind. Auch bedeutet es, dass die Presse verschiedene Meinungen abbildet – es ist übrigens gesetzlich vorgeschrieben. Die Kehrseite ist, dass man im Kampfzustand leben muss, und auch mit den politischen Kräften rechnen muss, die die Flüchtlinge in Deutschland nicht haben wollen – geschweige ihnen helfen. 

Ich kann mir gut vorstellen, dass insbesondere im dritten Sektor Deutschlands diese Verhältnisse gut spürbar sind, denn Zuwendungen und Patronage sind manchmal politisch gefärbt, und das ist kein deutsches, sondern ein menschliches Phänomen. Allerdings eines, was so ein bisschen „stinkt“. Wie dem auch sei, könnte eine politisch gefärbte Zuwendung beziehungsweise Patronage – rein theoretisch – eine gewisse stillschweigende Wunschäußerung bedeuten, die mögliche „Helfer“ zu einem eher dezenten Verhalten motivieren. Andererseits fühlen sich eventuell auch Groß-Sponsoren, wie Firmen, ebenso unsicher, und vermitteln ihre Unsicherheit gewünscht oder ungewünscht. Als Folge hält man den Ball weiterhin flach. Das heißt, auch wenn etwas gemacht wird, wird davon nicht viel berichtet – das ist jetzt reine Spekulation natürlich. Auch wenn daran etwas wäre, müsste man hierbei eine gewissermaßen positive Seite anmerken:

Ein antikes Dokument, was der Welt unter dem Namen „Bibel“ bekannt ist, berichtet über eine Person namens Jesus Christus, dessen Geburtstag (fast) die ganze Welt seit zirka 2000 Jahren feiert. Wahrscheinlich kennt fast jede/r, die oder der in einer christlichen Kultur aufgewachsen ist, den von Christus stammenden Satz „Wenn du aber Almosen gibst, so lass deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut“ (Matthaeus-Evangelium, Kapitel 6, Vers 3) – für viele Menschen auch ein Ideal. Wenn man dazu noch den Kontext liest, wird klar, dass man mit seinen sozialen Unterstützungsprojekten nicht unbedingt angeben sollte – schließlich ist dabei etwas anderes im Fokus, nämlich helfen.

Und solange dies im Fokus ist und tatsächlich getan wird, könnte man eigentlich dankbar sein. Trotzdem wünscht man sich (rein subjektiv) in diesem Bereich etwas mehr Informationen.

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